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Samstag, 6. Juli 2013

Exploring San Diego

10:00 Frühstück: Brav anstellen an der Schlange bis jemand kommt und einem einen Platz anweist. Taco brauchbar. Die Salsa hab ich ausgelassen, in der Guacamole waren aber offensichtlich auch Tomaten. Kratz! In der Lounge bricht der WLAN dauernd ab. Super. Deswegen ist es hier auch kostenlos und im Zimmer nehmen sie 11$ pro 24h(!) Dafür funktioniert es hier. Morgen auf der Konferenz sollte ich WLAN umsonst haben – ich hoffe es zumindest.
11:00 Einkaufen: Zunächst zum CVS, der mir als Nahversorger empfohlen wurde. Mischung aus Edeka und Müller. Super! Blöd, dass ich an der Kasse die Schlange übersehen habe: [Schnepfe:] “Ist that [Stop! Wait in a Line!]-sign too small for you?“ “I only wanted to check how it works and then step back. There is no problem in making mistakes. There is only a problem in repeating them.“ Freundlicher Farbiger: “Pretty good, man! May I help you?”
11:15 Bei T-Mobil ohne Probleme drei SIM-Karten bekommen. Lustig hier die Konversationen: „Are you working hard or hardly working today?“ „I work hard except for the days!“
11:30 Im Zick-zack durch die Stadt. Verlaufen kann man sich nicht, aber um 90° irren. Ich entscheide mich für die „bergab geht’s zum Meer“-Strategie.
12:00 Meer gefunden, Convention Center auch. Jetzt ist mir zu warm. Ich geh heim, bereite alles vor und teste später zumindest noch CityPoker.
18:00 Weg zurück zum Testen. Kann jetzt schon ein paar mehr Wege unterscheiden. Erkenne jetzt auch das gaslamp quarter als Zentrum der Gastronomie und Nachtclubs. In Bamberg wäre mein Hotel das Jugendgästehaus am Kaulberg, wo man schon zwei Ecken und einen Berg vom Zentrum entfernt ist.
19:30 Spielfeld getestet. Alles läuft! Ich ärgere mich. Langsam erinnere ich mich wieder, was mir an Amerika NICHT gefällt. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist ein Land der Extreme. Noch ein bisschen lauter {das Lachen, der Motor}, noch ein bisschen bunter, noch ein bisschen süßer {das Getränk, das Parfüm}, noch ein bisschen sexier. Und immer Kaugummmi, selbst im Abendkleid. Auf Dauer wird mir von der Mischung schlecht und ich sehne mich nach etwas aurea mediocritas. Oder vielleicht Angemessenheit. Im Gedanken an die Lehramtsstudentinnen von gestern: Amerika ist das Land der Dichotomien: fit oder fett, smart oder strutzdumm, aufgepimpt und abgewrackt. Amerika ist das Land der unbegrenzten Chancenlosigkeit, es wirklich anders zu machen. (Ver-)bindungslose Extreme ersetzen kein ausgewogenes Miteinander. Wo jeder sein Ding macht ist an niemanden gedacht. Ich geh jetzt schlafen - morgen auf der Tagung werden ja vielleicht ein paar Europäer sein.

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