Nachdem wir dieses Jahr schon bestimmt zwei Duzend Tomaten, vier fünf Paprika und viele kleine Erdbeeren geerntet haben, möchte ich doch zumindest noch die Ausbeute von unserem kleinen Apfelbaum nachreichen, der dieses Jahr, im Gegensatz zu seinen Artgenossen, überreich getragen hat. Die 60(!) Äpfel waren dann aber doch vielleicht etwas zu viel - sehr groß sind sie nicht geworden; dafür sehr fruchtig süß!
Tweet!
Posts mit dem Label Gärtnern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gärtnern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 27. Oktober 2013
Montag, 22. Juli 2013
Die hängenden Gärten - ein Zwischenstand im zweiten Jahr
Auf Geheiß meiner Frau gibt es für alle Garten-Fans unseres Blogs einen kurzen Zwischenstand über die Hängenden Gärten in den letzten Juli-Wochen.
Ingesamt haben wir aus den Experimenten des ersten Sommers die richtigen Schlüsse gezogen und haben die Pflanzen wohl ganz gut kombiniert.
Als neue Untermieter haben sich ein paar Wespen im Rollladenkasten zu uns gesellt. Nach anfänglichen Scharmützeln mit Verletzten auf beiden Seiten haben wir uns nun arrangiert und hoffen auf eine friedliche Koexistenz bis zum Herbst.
![]() |
| Die schwarzäugige Susanne hat ihr Rankgitter schon nach oben verlassen. Unten im Vordergrund ein Windrädchen, an dem Anette nicht vorbei gekommen ist- |
![]() |
| Karolins Zyperngrasspende gedeiht prächtig und ist zumindest schon auf Augenhöhe mit dem Geländer |
![]() | |
| Die Hängeerdbeeren haben nach dem Ende der Schlechtwetterphase zu Anfang des Sommers ihre Verweigerungshaltung aufgegeben, blühen prächtig und haben schon fleißig Beeren angesetzt. |
![]() |
| Die Tomatenpflanzen sind über und über mit Früchten behängt. Bald sollten die ersten rot werden. |
![]() |
| Die Paprika wollen da natürlich nicht nachstehen. |
![]() |
| Der Apfelbaum schickt sich an, seine 17 Äpfel vom Vorjahr locker zu übertreffen. |
![]() |
| Margeriten, Lavandel und Rosen harmonieren farblich prächtig. Allerdings konnte der Lavendel leider unsere Rosen nicht wie geplant vor neuerlichen Läusen schützen. |
![]() |
| Husarenknöpfchen und Männertreu harmonieren prächtig |
![]() |
| Die Fuchsien gedeihen an der windabgewandten Seite deutlich besser. |
![]() |
| Auch dem Oleander behagt das nun sommerlich-heiße Wetter deutlich besser als die nass-kalte Witterung der Wochen zuvor |
Als neue Untermieter haben sich ein paar Wespen im Rollladenkasten zu uns gesellt. Nach anfänglichen Scharmützeln mit Verletzten auf beiden Seiten haben wir uns nun arrangiert und hoffen auf eine friedliche Koexistenz bis zum Herbst.
Donnerstag, 30. Mai 2013
Die hängenden Gärten sind zurück!
Nachdem wir schon vor zwei Wochen den Balkon fit für seinen zweiten Sommer gemacht haben, hatten unsere Pflanzen das Gießen nach dem Anpflanzen nicht wirklich nötig - sie sind seitdem eher ertrunken als verdurstet. Nachdem heute morgen ein paar verlorene Sonnenstrahlen Außenaufnahmen zuließen, an dieser Stelle ein paar verspätete Impressionen vom Frühlingsanfang ;)
Die Rolle der Schlingpflanze haben wir dieses Jahr mit Erdbeeren besetzt, die das ganze Jahr Früchte entwickeln - wir sind schon sehr gespannt!
Wieder dabei sind Tomaten und Paprika. Nachdem die extra scharfen Pepperoni selbst in gemahlener Form nur zu Bruchteilen verzehrt sind, haben wir auf weitere Schärfelieferanten dieses Jahr verzichtet.
Neben den Olivenbaum, der sein winterliches Exil im Treppenhaus gut überstanden hat (und kleine Oliven trägt!), ist ein Pflanztrog mit Rose und Lavendel getreten. Mal sehen, ob an dieser geschützten Stelle Blattläuse und Mehltau etwas weniger Ärger machen als zuletzt.
Eine Mittagsblume musste natürlich auch wieder sein. Die Zuckerhutfichte strahlt in sattem Grün, auch wenn die zweijährigen Nadeln jetzt schon braun werden. Evtl. fehlt hier etwas Pflege. Der Korb links ist tatsächlich eine Herbstkomposition, die wir dort über den Winter "vergessen" haben und die wider Erwarten sehr üppig zurückgekommen ist. Nur die Blume hat eine vertrocknete Erika ersetzt.
Scheinzypresse und Buchs mussten etwas zurückgeschnitten werden (ich wusste nicht, dass Zypressen erfrieren können)
Husarenknöpfchen und Männertreu haben letztes Jahr gut im Sturm durchgehalten, daher hängen sie wieder an vorderster Front.
Die Rolle der Schlingpflanze haben wir dieses Jahr mit Erdbeeren besetzt, die das ganze Jahr Früchte entwickeln - wir sind schon sehr gespannt!
Wieder dabei sind Tomaten und Paprika. Nachdem die extra scharfen Pepperoni selbst in gemahlener Form nur zu Bruchteilen verzehrt sind, haben wir auf weitere Schärfelieferanten dieses Jahr verzichtet.
Neben den Olivenbaum, der sein winterliches Exil im Treppenhaus gut überstanden hat (und kleine Oliven trägt!), ist ein Pflanztrog mit Rose und Lavendel getreten. Mal sehen, ob an dieser geschützten Stelle Blattläuse und Mehltau etwas weniger Ärger machen als zuletzt.
Eine Mittagsblume musste natürlich auch wieder sein. Die Zuckerhutfichte strahlt in sattem Grün, auch wenn die zweijährigen Nadeln jetzt schon braun werden. Evtl. fehlt hier etwas Pflege. Der Korb links ist tatsächlich eine Herbstkomposition, die wir dort über den Winter "vergessen" haben und die wider Erwarten sehr üppig zurückgekommen ist. Nur die Blume hat eine vertrocknete Erika ersetzt.
Scheinzypresse und Buchs mussten etwas zurückgeschnitten werden (ich wusste nicht, dass Zypressen erfrieren können)
Husarenknöpfchen und Männertreu haben letztes Jahr gut im Sturm durchgehalten, daher hängen sie wieder an vorderster Front.
Die Fuchsien auf der windabgewandten Seite haben ihren neuen Standort auch gut angenommen:
Sonntag, 28. Oktober 2012
Kürbis-Ernte
Nun mus ich aber doch rasch noch von unserer Kürbisernte berichten. Gleich vorweg, damit kein falscher Eindruck entsteht: Die "Not"-Ernte fand schon am 8.10. statt, um dem tags darauf gemeldeten ersten Nachtfrost nicht zu viel Angriffsfläche zu bieten. Und in der Tat, nur die Kürbisranke in der Hecke hat den ersten leichten Frost überstanden. Somit beträgt nach der etwas kurzen Saison (wir pflanzten wie hier berichtet ja erst Anfang Juli) die durchaus sehenswerte Ausbeute fünf mittelgroße Kürbisse (der größte schaffte es auf fünf Zentimeter - Vorsicht, die gut lesbaren Ziffern auf dem Maßband sind inch!) und einen kleinen Nachzügler aus der Hecke. Hier ein paar Impressionen:
Nun muss noch der Balkon abgeräumt werden (überwintern werden wohl unsere zwei Nadelbäumchen, der Buchsbaum, der Olivenbaum, der Jasmin und natürlich der Apfelbaum) und dann freuen wir uns schon wieder auf die Pflanzzeit nächstes Frühjahr!
Nun muss noch der Balkon abgeräumt werden (überwintern werden wohl unsere zwei Nadelbäumchen, der Buchsbaum, der Olivenbaum, der Jasmin und natürlich der Apfelbaum) und dann freuen wir uns schon wieder auf die Pflanzzeit nächstes Frühjahr!
Sonntag, 23. September 2012
Geschichten vom Wachstum (zum Hinschauen!)
Nachdem sich unsere erste Saison als Hobby-Gärtner zum Ende neigt, muss ich doch noch einmal die Kräfte der Natur in einer kurzen Foto-Doku vergleichend gegenüberstellen. Beispiel ist unsere Kürbispflanze hinter dem Haus auf dem Komposthaufen, an deren Entwicklung nicht nur wir, sondern auch unsere Nachbarn lebhaften Anteil genommen haben und die durch Freischneiden, Zurechtbiegen u.ä. sein Wachstum unterstützt haben.
Los ging alles mit dem (für einen Kürbis etwas verspäteten) Pflanzen von Marie-Christins Geschenk am 02.07 - sozusagen als Notrettung, nachdem das Pflänzchen auf dem Balkon offensichtlich vom akuten Hitzetod bedroht war:
Fast vier Wochen dauerte es, bis sich am 29.07. die Triebe gut erholt hatten. Neue Blätter reckten sich fröhlich in den Himmel und es zeigten sich erste Blüten:
Zwei Wochen später, am 15.08. schickte sich der muntere Kürbis an, die Absperrung des Komposthaufens hinter sich zu lassen:
Dann nahm alles Fahrt auf. Schon zehn Tage am 25.08. war die Absperrung überrankt und die Wiese erreicht:
Wieder eine Woche später am 02.09. kann Anette einen Sprung um fast einen Meter präsentieren:
Zurück aus dem Urlaub trauten wir unseren Augen nicht - zwischenzeitlich war die Hecke erobert und im Hintergrund der Komposthaufen überrankt. Das Bild zeigt den Zustand am gestrigen Samstag (22.09.).
Hier noch mal der Kürbis aus der obigen Bildmitte in der Vergrößerung: fünf faustgroße Früchte haben sich trotz der späten Pflanzzeit tatsächlich noch entwickelt.
Es läuft wohl auf einen Wettlauf zwischen dem ersten Nachtfrost und Früchten wirklicher Kürbisgröße hinaus - wir werden es gespannt verfolgen und hier berichten, wie es ausging!
Los ging alles mit dem (für einen Kürbis etwas verspäteten) Pflanzen von Marie-Christins Geschenk am 02.07 - sozusagen als Notrettung, nachdem das Pflänzchen auf dem Balkon offensichtlich vom akuten Hitzetod bedroht war:
Fast vier Wochen dauerte es, bis sich am 29.07. die Triebe gut erholt hatten. Neue Blätter reckten sich fröhlich in den Himmel und es zeigten sich erste Blüten:
Zwei Wochen später, am 15.08. schickte sich der muntere Kürbis an, die Absperrung des Komposthaufens hinter sich zu lassen:
Dann nahm alles Fahrt auf. Schon zehn Tage am 25.08. war die Absperrung überrankt und die Wiese erreicht:
Wieder eine Woche später am 02.09. kann Anette einen Sprung um fast einen Meter präsentieren:
Zurück aus dem Urlaub trauten wir unseren Augen nicht - zwischenzeitlich war die Hecke erobert und im Hintergrund der Komposthaufen überrankt. Das Bild zeigt den Zustand am gestrigen Samstag (22.09.).
Hier noch mal der Kürbis aus der obigen Bildmitte in der Vergrößerung: fünf faustgroße Früchte haben sich trotz der späten Pflanzzeit tatsächlich noch entwickelt.
Es läuft wohl auf einen Wettlauf zwischen dem ersten Nachtfrost und Früchten wirklicher Kürbisgröße hinaus - wir werden es gespannt verfolgen und hier berichten, wie es ausging!
Mittwoch, 22. August 2012
Erntedank
Was musste ich da gestern auf dem Balkon erleben? Ein Poltern und Rollen hinter mir! Nur durch beherztes Eingreifen konnte ich verhindern, dass der Apfel, der sich da verselbständigt hatte, nicht durch das Balkongitter nach unten fiel. Auf dem Pflanzschild stand doch "September bis November" - sollten die gute Pflege meiner Frau und der üppige Sonnenschein eine vorzeitige Reifung bewirkt haben?
Nachdem das Aufschlagen auf dem Steinboden die Lagerungsfähigkeit des Apfels sicher nicht erhöht hatte, entschieden wir uns nach einem Größenvergleich mit Kauf-Obst für den sofortigen Verzehr. Ein beherzter Schnitt zeigte braune Kerne als Beweis für den Reifeprozess und ein zaghafter Biss zeigte: Hm, lecker, saftig, frisch! Unser erster eigener Apfel! Das sollte vor allem Hannah und Frank freuen: pünktlich zum dritten Hochzeitstag und nach Nullnummern in den Vorjahren (gut, es war schattig und der Efeu kein freundlicher Nachbar) trägt der Baum tatsächlich erst Früchte!
Ein rasches Nachzählen offenbarte, dass sich von ursprünglich 17 Äpfeln nur noch 14 am Baum befanden! Da hatten sich offensichtlich schon vorher zwei weitere selbständig gemacht und den Sprung vom Balkon geschafft! Nachdem für diese Woche wohl noch Gewitter anstehen, haben wir uns daher heute zum Hochzeitstag entschlossen, acht weitere ebenfalls gereifte Äpfel in Sicherheit zu bringen (einen davon direkt in unseren Magen). Anette zeigt die Ernte der Woche:
Nachdem das Aufschlagen auf dem Steinboden die Lagerungsfähigkeit des Apfels sicher nicht erhöht hatte, entschieden wir uns nach einem Größenvergleich mit Kauf-Obst für den sofortigen Verzehr. Ein beherzter Schnitt zeigte braune Kerne als Beweis für den Reifeprozess und ein zaghafter Biss zeigte: Hm, lecker, saftig, frisch! Unser erster eigener Apfel! Das sollte vor allem Hannah und Frank freuen: pünktlich zum dritten Hochzeitstag und nach Nullnummern in den Vorjahren (gut, es war schattig und der Efeu kein freundlicher Nachbar) trägt der Baum tatsächlich erst Früchte!
Ein rasches Nachzählen offenbarte, dass sich von ursprünglich 17 Äpfeln nur noch 14 am Baum befanden! Da hatten sich offensichtlich schon vorher zwei weitere selbständig gemacht und den Sprung vom Balkon geschafft! Nachdem für diese Woche wohl noch Gewitter anstehen, haben wir uns daher heute zum Hochzeitstag entschlossen, acht weitere ebenfalls gereifte Äpfel in Sicherheit zu bringen (einen davon direkt in unseren Magen). Anette zeigt die Ernte der Woche:
Mittwoch, 15. August 2012
Die Hängenden Gärten im Spätsommer
Zum zweiten an diesem Feiertag wieder ein kurzer Blick auf die weitere Entwicklung der Hängenden Gärten. Nachdem ja zuletzt unser Apfelbaum aufgrund der häufigen Gewitter mehrfach in Schieflage geraten war, haben wir nun Nägel mit Köpfen gemacht: Papa Volkmar hat einen ausrangierten Eternit-Topf zur Verfügung gestellt, den Anette hübsch bemalt hat und Papa Gerhard hat mühsam Tag für Tag passende Steine gesammelt, um den Zwischenraum zwischen dem neuen, massiven Übertopf und dem momentan eben bei Stürmen für die Größe des Baumes zu leichten Plastik-Pflanztopf auszufüllen. Wenn die 17 Äpfel geerntet sind und wir den Baum gut über den Winter gebracht haben, wird er a) behutsam zurückgeschnitten und b) direkt in den Eternittopf gepflanzt, damit er auch in den nächsten Jahren standsicher bleibt und weiter viele Äpfel tragen kann.
Der Begriff Hängende Gärten ist jetzt zumindest hier und da angemessen:
Auch die übrigen Blumen scheinen sich rundum wohl zu fühlen - wenn man so intensiv von meiner Frau gepflegt wird, ist das kein Wunder ;)
Verblüfft habe zumindest ich zum ersten Mal im Leben bewusst einen landwirtschaftlichen Jahresgang miterlebt. Erst war - schwupp - die Wiese weg und eine handliche, kleine Maschine formte sie zu den lanschaftsprägenden zylindrischen Murmeln:
Und kaum waren die Ähren gelb, schon hatten wir ein Stoppelfeld:
Wer erinnert sich außerdem an die viel zu spät gepflanzte, eher kränkliche Kürbispflanze? Die fühlt sich auf dem Kompost pudelwohl und reckt ihre vielen, grünen Triebe munter in die Sonne. Bis zum Ende der Vegetationsperiode wird es wohl immer noch knapp, aber heute habe ich tatsächlich den ersten befruchteten Kürbis entdeckt - wer findet ihn auf dem Foto?
Nachdem die Nachbarn von riesigen Kürbispflanzen berichtet haben , die in früheren Jahren dort schon gewachsen sein sollen, werden wir im nächsten Jahr dort sicher wieder den ein oder anderen Kürbiskern fallen lassen ;)
Unsere Tomatenernte fiel zwischenzeitlich so überreichlich aus, dass wir den Eltern, die uns dankenswerterweise seinerzeit beim Pflanzen behilflich waren, ohne Probleme die ein oder andere Frucht zustecken konnten. Nun neigt sich die Ernte allerdings auch hier langsam dem Ende zu:
Soweit für heute, das Verstauen der winterharten Gewächse wird sicher das nächste große Blog-Thema!
Der Begriff Hängende Gärten ist jetzt zumindest hier und da angemessen:
Auch die übrigen Blumen scheinen sich rundum wohl zu fühlen - wenn man so intensiv von meiner Frau gepflegt wird, ist das kein Wunder ;)
Verblüfft habe zumindest ich zum ersten Mal im Leben bewusst einen landwirtschaftlichen Jahresgang miterlebt. Erst war - schwupp - die Wiese weg und eine handliche, kleine Maschine formte sie zu den lanschaftsprägenden zylindrischen Murmeln:
Und kaum waren die Ähren gelb, schon hatten wir ein Stoppelfeld:
Wer erinnert sich außerdem an die viel zu spät gepflanzte, eher kränkliche Kürbispflanze? Die fühlt sich auf dem Kompost pudelwohl und reckt ihre vielen, grünen Triebe munter in die Sonne. Bis zum Ende der Vegetationsperiode wird es wohl immer noch knapp, aber heute habe ich tatsächlich den ersten befruchteten Kürbis entdeckt - wer findet ihn auf dem Foto?
Nachdem die Nachbarn von riesigen Kürbispflanzen berichtet haben , die in früheren Jahren dort schon gewachsen sein sollen, werden wir im nächsten Jahr dort sicher wieder den ein oder anderen Kürbiskern fallen lassen ;)
Unsere Tomatenernte fiel zwischenzeitlich so überreichlich aus, dass wir den Eltern, die uns dankenswerterweise seinerzeit beim Pflanzen behilflich waren, ohne Probleme die ein oder andere Frucht zustecken konnten. Nun neigt sich die Ernte allerdings auch hier langsam dem Ende zu:
Soweit für heute, das Verstauen der winterharten Gewächse wird sicher das nächste große Blog-Thema!
Dienstag, 3. Juli 2012
Die Hängenden Gärten in Gefahr!
Bevor ich wieder zwischendurch Philosophisches einstreue, muss ich heute doch noch einmal die Ereignisse des letzten Wochenendes revue passieren lassen. Schließlich waren unsere Hängenden Gärten in Gefahr (bzw. wir haben sie leichtsinnig dorthin gebracht und in der Folge auch uns...)
Das Wochenende fing ganz beschaulich mit einem Blick auf den Mond am Freitagabend an, der wie ein dick ausgefülltes umgekehrtes C, also zunehmend am Himmel stand, dann und wann hinter den Schwaden eines in Auflösung begriffenen Gewitterambosses verschwand und dabei eine gespenstische regenbogengleiche Halo auf den Nachthimmel legte, solange die obersten Wolken im Westen noch ganz leicht das Restlicht der längst hinter dem Horizont entschwundenen Sonne auffingen - um diese Jahreszeit ist es ja nie richtig dunkel.
Samstag folgte dann eine tolle Bootstour mit Kanu und Kajaks auf der Itz - so eine muntere Gesellschaft hatten wir schon lange nicht mehr zusammenbekommen! Größere Stromschnellen waren wie geplant ausgeblieben, so dass wir den letzten Teil sehr gemächlich und entspannt zurücklegen konnten (teils als Floßgemeinschaft vertäut, ob der Hitze hier und da auch mit munteren Wasserspielen - wer hat eigentlich angefangen?). Der Hinweis unseres Bootsverleihers auf aufziehende Gewitter hätte uns ob der Hitze stutzig machen können, doch auch bei ersten Wolken konnten wir den Tag bei einem gemeinsamen Kellerbesuch ausklingen lassen.
Auch die sturmartigen Windböen, die eine in Entstehung befindliche Gewitterwolke in strudelnden Fallwinden auflösten, Laub und Staub durch die Gegend wirbelten und dabei Bamberg noch mehr aufheizten, ließen in uns noch keine Vorahnung reifen. Selbst zuhause, als wir den schief hängenden Apfelbaum aus seiner misslichen Lage befreien musste, dachten wir nur, das Gröbste sei überstanden und kamen nicht auf die Idee, dass eine überaus heftige Unwetterfront im Anmarsch war. Wir ließen all unsere Pflanzen und Balkonutensilien wie gewohnt dort zurück - so kamen wir zu einem zweifelhaften nächtlichen Abenteuer. In der Chronologie der Ereignisse (teils rekonstruiert):
1) Tischplatte wird von einer Böe erfasst und kracht ins Geländer, ein Tischbein wird vom Balkon geweht. Wir horchen auf.
2) Ein zweites Krachen und deutlich vernehmbare Windböen. Apfelbaum und Jasmin hängen mit Schlagseite in den angrenzenden Pflanzen
3) Anette und Dominik stürzen in Schlafanzug auf den sturmumtosten Balkon
4) Der Strom fällt aus. Einzige verbleibende Lichtquelle sind die Solarlampe auf dem Balkon (und die näher rückenden Blitze).
5) Anette beginnt, Pflanzen auf der talaufwärts gelegenen Sturmseite in Sicherheit zu bringen, Dominik stützt den Apfelbaum (= Armdrücken mit dem Wind...)
6) Eine neue Böe. Die Zuckerhutfichte samt Solarlampe fällt um. Zwei Unterteller werden krachend am Geländer zerschlagen und regnen auf den Rasen darunter.
7) Ein Stuhl wird vom Wind erfasst, um die Ecke geweht, faltet sich im Flug zu einem gefährlichen Diskus zusammen, bleibt aber glücklicherweise zwischen dem Topf des Apfelbaums und dem Geländer stecken, ohne jemand zu treffen.
8) Regen setzt ein. Waagrecht entlang der breiten Balkonseite bis ins Arbeitszimmer!
9) Wir bringen mithilfe der Solarlampe bei nachlassenden Böen (aber klatschnass) alle übrigen Pflanzen in Sicherheit (= nach drinnen).
10) Unruhige Nacht.
11) Die Schäden werden inventarsiert (zwei Unterteller, drei diesjährige Triebe vom Apfelbaum, etwas Pflanzerde). Alle Früchte hängen erstaunlicherweise immer noch fest an den dazugehörigen Pflanzen.
12) Tischbein und ein Untersetzer haben den Sturz vom Balkon unbeschadet überstanden
13) Aufräumarbeiten, Planungen für Prävention bei Nachfolgeereignissen.
Halten wir aus Sicht der geographischen Risikoforschung fest: schuld an Katastrophen ist wie immer nicht die Natur, sondern die fehlende Prävention. Intervention setzt die Retter teils erheblichen Risiken aus. Die Vulnerabilität war durch die landschaftliche Lage am Dorfrand und die fehlende Sicherung der beweglichen Objekte gegeben, es gab keine Frühwarnung (bzw. keines der Anzeichen wurde zum Nachschlagen bei einem der üblichen Wetterdienste genutzt). Positiv jedoch zum Stichwort Resilienz: ich hätte nie gedacht, was Pflanzen so alles wegstecken können - purzeln munter durch die Gegend und es fehlen weder Apfel noch Tomate. Schlussendlich wird auch die coping capacity nur mit geringen Kosten gefordert sein. Dennoch: nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe - deswegen werden wir ab sofort schön einen Blick auf den Wetterbericht werfen und unsere Pflanzen nach dem neuen Evakuierungsplan in Sicherheit bringen, wenn wir länger außer Haus sind oder sich Unwetter ankündigen. Dazu sind uns unsere blättrigen Freunde mittlerweile einfach viel zu sehr ans Herz gewachsen!
Ach ja, Zuwachs gibt es dank Familie Helbig auch: Kürbispflanze ganz klassisch auf dem Komposthaufen! Mal sehen, was zu Halloween aka Erntedank draus geworden ist!
Das Wochenende fing ganz beschaulich mit einem Blick auf den Mond am Freitagabend an, der wie ein dick ausgefülltes umgekehrtes C, also zunehmend am Himmel stand, dann und wann hinter den Schwaden eines in Auflösung begriffenen Gewitterambosses verschwand und dabei eine gespenstische regenbogengleiche Halo auf den Nachthimmel legte, solange die obersten Wolken im Westen noch ganz leicht das Restlicht der längst hinter dem Horizont entschwundenen Sonne auffingen - um diese Jahreszeit ist es ja nie richtig dunkel.
Samstag folgte dann eine tolle Bootstour mit Kanu und Kajaks auf der Itz - so eine muntere Gesellschaft hatten wir schon lange nicht mehr zusammenbekommen! Größere Stromschnellen waren wie geplant ausgeblieben, so dass wir den letzten Teil sehr gemächlich und entspannt zurücklegen konnten (teils als Floßgemeinschaft vertäut, ob der Hitze hier und da auch mit munteren Wasserspielen - wer hat eigentlich angefangen?). Der Hinweis unseres Bootsverleihers auf aufziehende Gewitter hätte uns ob der Hitze stutzig machen können, doch auch bei ersten Wolken konnten wir den Tag bei einem gemeinsamen Kellerbesuch ausklingen lassen.
Auch die sturmartigen Windböen, die eine in Entstehung befindliche Gewitterwolke in strudelnden Fallwinden auflösten, Laub und Staub durch die Gegend wirbelten und dabei Bamberg noch mehr aufheizten, ließen in uns noch keine Vorahnung reifen. Selbst zuhause, als wir den schief hängenden Apfelbaum aus seiner misslichen Lage befreien musste, dachten wir nur, das Gröbste sei überstanden und kamen nicht auf die Idee, dass eine überaus heftige Unwetterfront im Anmarsch war. Wir ließen all unsere Pflanzen und Balkonutensilien wie gewohnt dort zurück - so kamen wir zu einem zweifelhaften nächtlichen Abenteuer. In der Chronologie der Ereignisse (teils rekonstruiert):
1) Tischplatte wird von einer Böe erfasst und kracht ins Geländer, ein Tischbein wird vom Balkon geweht. Wir horchen auf.
2) Ein zweites Krachen und deutlich vernehmbare Windböen. Apfelbaum und Jasmin hängen mit Schlagseite in den angrenzenden Pflanzen
3) Anette und Dominik stürzen in Schlafanzug auf den sturmumtosten Balkon
4) Der Strom fällt aus. Einzige verbleibende Lichtquelle sind die Solarlampe auf dem Balkon (und die näher rückenden Blitze).
5) Anette beginnt, Pflanzen auf der talaufwärts gelegenen Sturmseite in Sicherheit zu bringen, Dominik stützt den Apfelbaum (= Armdrücken mit dem Wind...)
6) Eine neue Böe. Die Zuckerhutfichte samt Solarlampe fällt um. Zwei Unterteller werden krachend am Geländer zerschlagen und regnen auf den Rasen darunter.
7) Ein Stuhl wird vom Wind erfasst, um die Ecke geweht, faltet sich im Flug zu einem gefährlichen Diskus zusammen, bleibt aber glücklicherweise zwischen dem Topf des Apfelbaums und dem Geländer stecken, ohne jemand zu treffen.
8) Regen setzt ein. Waagrecht entlang der breiten Balkonseite bis ins Arbeitszimmer!
9) Wir bringen mithilfe der Solarlampe bei nachlassenden Böen (aber klatschnass) alle übrigen Pflanzen in Sicherheit (= nach drinnen).
10) Unruhige Nacht.
11) Die Schäden werden inventarsiert (zwei Unterteller, drei diesjährige Triebe vom Apfelbaum, etwas Pflanzerde). Alle Früchte hängen erstaunlicherweise immer noch fest an den dazugehörigen Pflanzen.
12) Tischbein und ein Untersetzer haben den Sturz vom Balkon unbeschadet überstanden
13) Aufräumarbeiten, Planungen für Prävention bei Nachfolgeereignissen.
Halten wir aus Sicht der geographischen Risikoforschung fest: schuld an Katastrophen ist wie immer nicht die Natur, sondern die fehlende Prävention. Intervention setzt die Retter teils erheblichen Risiken aus. Die Vulnerabilität war durch die landschaftliche Lage am Dorfrand und die fehlende Sicherung der beweglichen Objekte gegeben, es gab keine Frühwarnung (bzw. keines der Anzeichen wurde zum Nachschlagen bei einem der üblichen Wetterdienste genutzt). Positiv jedoch zum Stichwort Resilienz: ich hätte nie gedacht, was Pflanzen so alles wegstecken können - purzeln munter durch die Gegend und es fehlen weder Apfel noch Tomate. Schlussendlich wird auch die coping capacity nur mit geringen Kosten gefordert sein. Dennoch: nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe - deswegen werden wir ab sofort schön einen Blick auf den Wetterbericht werfen und unsere Pflanzen nach dem neuen Evakuierungsplan in Sicherheit bringen, wenn wir länger außer Haus sind oder sich Unwetter ankündigen. Dazu sind uns unsere blättrigen Freunde mittlerweile einfach viel zu sehr ans Herz gewachsen!
Ach ja, Zuwachs gibt es dank Familie Helbig auch: Kürbispflanze ganz klassisch auf dem Komposthaufen! Mal sehen, was zu Halloween aka Erntedank draus geworden ist!
Samstag, 23. Juni 2012
Die Hängenden Gärten von Bischberg - continued
Nachdem man mittlerweile kaum noch am Apfelbaum vorbeikommt (ich musste schon Äste hochbinden, so dicht ist er mit Äpfeln behängt), lohnt sich ein kurzer Zwischenblick auf die mittlerweile hier und dort tatsächlich hängenden Gärten von Bischberg.
Zunächst haben wir für das allabendliche Gießen einen Schlauch nebst Trommel angeschafft, weil das Gießer-Schleppen echt in die Arme geht:
Dazu kommen diverse Neuerwerbungen; im Einzelnen von links nach rechts:
Von Anja und Matthias hat sich dieser üppig blühende Jasmin dazugesellt:
Die Glockenrebe hat sich rasant ausgebreitet. Noch spendet sie zwar keinen Schatten, mein ursprünglich als überdimensioniert ausgelegtes provisorisches Rankgitter aus Schnur hat sich aber bereits nach anderthalb Monaten als zu klein erwiesen...
Zwischendurch schimmert es schon saftig rot durch die Tomatenblätter! Unser Balkon hat, glaube ich, die typische südwestexponierte Weinberg-Insolation - mal sehen, auf wie viel Grad Oechsle es unsere Tomaten bringen ;)
Verblüffend, wie schnell am Kaulberg noch darbende Früchte wachsen; wieder von links nach rechts:
Und noch etwas wächst natürlich mit jedem Sieg: die Hoffnung darauf endlich mal wieder einen internationalen Titel zu holen (Ooooh, wie ist das schön...)!
Zunächst haben wir für das allabendliche Gießen einen Schlauch nebst Trommel angeschafft, weil das Gießer-Schleppen echt in die Arme geht:
Dazu kommen diverse Neuerwerbungen; im Einzelnen von links nach rechts:
- Mittagsblume vor Zuckerhutfichte
- ein kleiner Strauchblüher
- ein Olivenbaum (-bäumchen? Ernten werden wohl erst die Enkel...)
Von Anja und Matthias hat sich dieser üppig blühende Jasmin dazugesellt:
Die Glockenrebe hat sich rasant ausgebreitet. Noch spendet sie zwar keinen Schatten, mein ursprünglich als überdimensioniert ausgelegtes provisorisches Rankgitter aus Schnur hat sich aber bereits nach anderthalb Monaten als zu klein erwiesen...
Zwischendurch schimmert es schon saftig rot durch die Tomatenblätter! Unser Balkon hat, glaube ich, die typische südwestexponierte Weinberg-Insolation - mal sehen, auf wie viel Grad Oechsle es unsere Tomaten bringen ;)
Verblüffend, wie schnell am Kaulberg noch darbende Früchte wachsen; wieder von links nach rechts:
- Äpfel (ca. 3cm Durchmesser; sie bekommen schon rote Bäckchen)
- Jalapeno-Paprika
- Die am weitesten gereifte Tomatenrispe - die Tomate rechts oben musste gerade für's Frühstück dran glauben - lecker!
Und noch etwas wächst natürlich mit jedem Sieg: die Hoffnung darauf endlich mal wieder einen internationalen Titel zu holen (Ooooh, wie ist das schön...)!
Abonnieren
Posts (Atom)





















































